Alle Beitraege

Pinterest vs. Instagram für Affiliate Marketing: Warum Pinterest oft besser funktioniert

Erstellt von Stefanie Roth · Lesezeit 7 Minuten · 01. September 2026

Werbung / Anzeige - Dieser Beitrag enthaelt Affiliate-Links.

Pinterest vs. Instagram für Affiliate Marketing: Warum Pinterest oft besser funktioniert

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich zum ersten Mal einen Affiliate-Link auf Instagram gepostet habe. Ich hatte damals um die hundert Follower, hatte Stunden in ein ansprechendes Bild gesteckt und war überzeugt, dass jetzt endlich etwas passieren würde. Am Ende des Tages: drei Klicks, kein einziger Verkauf. Frustriert habe ich mich gefragt, ob das ganze Affiliate-Marketing vielleicht doch nur für die funktioniert, die bereits Tausende Follower haben.

Dann bin ich über Pinterest gestolpert – und war ehrlich gesagt skeptisch. Eine Plattform, auf der man bunte Bilder pinnt? Wie soll das besser funktionieren als Instagram? Doch nach wenigen Wochen hatte ich mehr Klicks auf meine Affiliate-Links als in Monaten auf Instagram. Ohne große Follower-Zahl, ohne ständiges Posten von Stories, ohne Tanzen vor der Kamera.

Warum Pinterest für Affiliate Marketing anders funktioniert

Der entscheidende Unterschied zwischen Pinterest und Instagram liegt nicht in der Optik oder den Features – er liegt darin, wie Menschen die Plattformen nutzen. Auf Instagram folgen dir Leute, weil sie dich als Person interessant finden. Sie wollen dein Leben sehen, deine Meinung hören, eine Verbindung zu dir aufbauen. Das ist großartig, wenn du bereits eine Community hast. Aber als Anfänger ohne Follower stehst du vor einem Henne-Ei-Problem: Du brauchst Reichweite, um Reichweite aufzubauen.

Pinterest funktioniert fundamental anders. Menschen kommen nicht zu Pinterest, um dir zu folgen. Sie kommen, weil sie nach konkreten Lösungen suchen. Sie tippen Suchbegriffe ein wie „Nebenverdienst von zuhause" oder „passives Einkommen Ideen" – und Pinterest zeigt ihnen Pins dazu. Auch von Leuten, denen sie nicht folgen. Auch von Accounts, die gerade erst gestartet sind.

Das bedeutet: Deine Inhalte können gefunden werden, bevor du auch nur einen einzigen Follower hast. Pinterest ist im Grunde eine visuelle Suchmaschine, keine Social-Media-Plattform. Und genau das macht den Unterschied für Affiliate Marketing.

Die Lebensdauer von Inhalten: Der stille Vorteil

Als ich angefangen habe, war mir nicht bewusst, wie kurz die Lebensdauer eines Instagram-Posts wirklich ist. Du postest ein Bild, und wenn es gut läuft, bekommt es in den ersten paar Stunden Aufmerksamkeit. Danach verschwindet es im Feed, und kaum jemand sieht es noch. Bei Stories ist es noch drastischer: nach vierundzwanzig Stunden sind sie weg.

Ein Pin auf Pinterest hingegen kann Monate oder sogar Jahre später noch gefunden und angeklickt werden. Ich habe Pins, die ich vor einem halben Jahr erstellt habe und die mir bis heute regelmäßig Klicks bringen. Das liegt daran, dass Pinterest die Pins im Suchindex behält und sie immer wieder Nutzern vorschlägt, die nach relevanten Themen suchen.

Konkret bedeutet das: Jeder Pin, den du heute erstellst, arbeitet potenziell monatelang für dich. Du baust dir eine Bibliothek auf, die kontinuierlich Traffic generiert – ohne dass du jeden Tag neue Inhalte produzieren musst. Für jemanden, der nebenberuflich ein Einkommen aufbauen will und wenig Zeit hat, ist das Gold wert.

Wie Pinterest-Nutzer kaufbereiter sind

Hier kommt ein Punkt, den viele unterschätzen: die Kaufabsicht. Wenn jemand auf Instagram durch seinen Feed scrollt, ist er in der Regel im Unterhaltungsmodus. Er will entspannen, Freunden folgen, vielleicht ein bisschen inspiriert werden. Die wenigsten öffnen Instagram mit der konkreten Absicht, etwas zu kaufen.

Auf Pinterest ist die Situation eine andere. Viele Nutzer kommen mit einer klaren Absicht: Sie planen ein Projekt, suchen nach Anleitungen, wollen ein Problem lösen. Sie sind aktiv auf der Suche – und damit deutlich empfänglicher für passende Empfehlungen. Wenn du einen Pin zu „Wie du nebenbei online Geld verdienst" erstellst und darin einen hilfreichen Affiliate-Link einbaust, trifft das auf Menschen, die genau danach suchen.

Ich habe das selbst erlebt: Die Klicks, die über Pinterest kamen, haben deutlich häufiger zu tatsächlichen Aktionen geführt als die von Instagram. Die Leute waren nicht zufällig auf meinen Inhalt gestoßen – sie hatten aktiv danach gesucht.

Konkrete Schritte, um Pinterest für Affiliate Marketing zu nutzen

Lass mich dir zeigen, wie du anfangen kannst, ohne dich zu verzetteln. Pinterest muss nicht kompliziert sein, aber es gibt ein paar Dinge, die wirklich wichtig sind.

Erstelle ein Business-Konto

Das ist der erste Schritt und kostet nichts. Mit einem Business-Konto bekommst du Zugang zu Statistiken, kannst Rich Pins nutzen und wirst von Pinterest als seriöser Anbieter wahrgenommen. Das Ganze dauert fünf Minuten und macht einen großen Unterschied.

Finde die richtigen Keywords

Pinterest ist eine Suchmaschine, also musst du verstehen, wonach deine Zielgruppe sucht. Gib einfach ein paar Begriffe aus deiner Nische in die Suchleiste ein und schau, welche Vorschläge Pinterest dir macht. Diese Vorschläge sind echte Suchbegriffe, die Menschen verwenden. Notiere dir eine Handvoll davon und nutze sie in deinen Pin-Titeln und Beschreibungen.

Erstelle wertvolle Pins

Ein guter Pin löst ein konkretes Problem oder gibt eine klare Antwort. Stell dir vor, jemand sucht nach „Online Business aufbauen ohne Startkapital". Dein Pin könnte ein ansprechendes Bild mit einem klaren Titel sein: „5 Schritte zum eigenen Online-Business – ohne Vorkenntnisse". In der Beschreibung erklärst du kurz, was den Pin wertvoll macht, und verlinkst auf deinen Blog oder deine Landingpage, wo du tiefer ins Thema einsteigst – und wo dein Affiliate-Link wartet.

Wichtig: Der Pin selbst muss hilfreich sein. Wenn du nur plump einen Affiliate-Link reinpackst, merken die Leute das sofort und klicken weg. Gib echten Mehrwert, und der Link kommt als logische Ergänzung.

Pinne regelmäßig, aber ohne Stress

Du musst nicht zehnmal am Tag posten. Drei bis fünf Pins pro Tag reichen vollkommen, und die kannst du auch im Voraus planen. Es gibt kostenlose Tools wie Tailwind, die dir dabei helfen. Das Wichtige ist Kontinuität, nicht Quantität. Lieber über Wochen hinweg regelmäßig ein paar Pins als einmal einen Marathon und dann wochenlang nichts.

Der häufigste Fehler: Zu ungeduldig sein

Der größte Fehler, den ich bei Pinterest beobachte, ist derselbe wie bei fast jedem anderen Online-Business: Die Leute erwarten sofortige Ergebnisse und geben auf, wenn die ersten Tage oder Wochen ruhig bleiben.

Pinterest braucht Zeit zum Anlaufen. In den ersten Wochen passiert oft wenig. Die Plattform muss dich und deine Inhalte erst einmal kennenlernen, deine Pins müssen indexiert werden, und es dauert, bis sie in den Suchergebnissen auftauchen. Viele machen ein paar Pins, sehen nach einer Woche keine Klicks und denken: „Funktioniert bei mir nicht."

Dabei fängt es oft nach vier bis sechs Wochen an, richtig zu laufen. Ich selbst hatte in den ersten drei Wochen fast gar keine Klicks. Dann kamen plötzlich die ersten fünf, dann zehn pro Tag, und nach ein paar Monaten waren es regelmäßig mehrere hundert. Aber das hätte ich nie erlebt, wenn ich nach zwei Wochen aufgegeben hätte.

Was mir geholfen hat: Ich habe mir vorgenommen, drei Monate lang konsequent dranzubleiben – egal, was passiert. Keine tägliche Kontrolle der Statistiken, kein panisches Nachjustieren. Einfach regelmäßig gute Pins erstellen und abwarten. Diese Geduld hat sich ausgezahlt.

Was du diese Woche konkret tun kannst

Wenn du Pinterest jetzt ausprobieren willst, fang klein an. Nicht mit dreißig Pins auf einmal, sondern mit diesen drei Schritten:

Schritt eins: Richte dein Business-Konto ein

Das ist die Grundlage. Geh auf Pinterest, melde dich an oder wandle dein bestehendes Konto um. Fülle dein Profil aus – mit einem klaren Profilbild, einer kurzen Beschreibung, die sagt, worum es bei dir geht, und einem Link zu deinem Blog oder deiner Webseite.

Schritt zwei: Erstelle drei bis fünf Pins

Such dir ein Thema aus deiner Nische, das Menschen wirklich interessiert. Erstelle dazu ein ansprechendes Bild (Canva ist dafür kostenlos und einfach zu bedienen), schreib einen hilfreichen Titel und eine Beschreibung mit den passenden Keywords. Verlinke auf einen Blogartikel oder eine Seite, auf der du mehr Infos gibst – und wo dein Affiliate-Link sinnvoll eingebunden ist.

Schritt drei: Bleib die nächsten vier Wochen dran

Setz dir das Ziel, vier Wochen lang jeden zweiten Tag zwei bis drei neue Pins zu erstellen. Schau nicht täglich in die Statistiken, sondern konzentrier dich darauf, gute Inhalte zu erstellen. Nach vier Wochen schaust du dir an, was passiert ist. Dann kannst du justieren, optimieren – aber gib dir diese Zeit.

Warum das auch für dich funktionieren kann

Ich weiß, dass viele von euch schon einmal enttäuscht wurden. Vielleicht hast du Instagram ausprobiert und nichts hat funktioniert. Vielleicht hast du woanders Zeit investiert und am Ende nur Frust geerntet. Das ist okay – und es bedeutet nicht, dass Online-Business grundsätzlich nichts für dich ist.

Pinterest ist kein Wundermittel, aber es ist eine Plattform, die gerade für Anfänger mit wenig Reichweite echte Chancen bietet. Weil sie dir erlaubt, gefunden zu werden, ohne dass du bereits bekannt sein musst. Weil deine Inhalte lange arbeiten. Weil die Nutzer gezielt nach Lösungen suchen – und du genau diese Lösungen liefern kannst.

Es braucht keine perfekte Strategie, kein riesiges Budget, keine Vorkenntnisse. Es braucht nur Geduld, Kontinuität und den Mut, anzufangen. Auch wenn die ersten Wochen sich zäh anfühlen. Auch wenn du zweifelst. Die meisten Leute, die heute erfolgreich auf Pinterest sind, haben genau diese Phase durchgemacht – und sind einfach drangeblieben.

Wenn du systematisch lernen willst, wie du Pinterest und andere Kanäle für dein Affiliate-Marketing aufbaust, kann dir ein strukturierter Kurs helfen. Eine Möglichkeit dafür ist „Blog dich frei", das Anfänger Schritt für Schritt begleitet.

Jetzt mehr erfahren

Wenn du darueber kaufst, erhalten wir ggf. eine Provision - fuer dich ohne Mehrkosten.